Fussball, 1. Liga
FC Schötz – FC Kickers Luzern 2:0 (1:0)

Nach zuletzt zwei Spielen ohne Sieg kehrten die Schötzer am Samstag auf die Erfolgsstras-se zurück. Der Vergleich gegen Schlusslicht Kickers Luzern verkam auf schwierig zu bespielendem Terrain zu einem Geduldsspiel.

Wer den Auftritt von Schlusslicht Kickers Luzern am Samstag auf Wissenhusen gesehen hat, dem fällt es schwer zu glauben, dass der Aufsteiger in dieser Saison erst sieben Punkte gewinnen konnte. Die Stadtluzerner machten beim Gastspiel in Schötz sehr vieles sehr gut. Doch beim im Fussball wichtigsten Bereich, beim Toreschiessen, offenbarten die Gäste (zu) grosse Defizite.

Schon früh wurde das erste Mal ersichtlich, wie sich die Stadtluzerner behaupten wollten. Schnelle Zuspiele in die Tiefe sollten ihnen gegen hochstehende Schötzer zum Erfolg verhelfen. Genau auf diese Weise wurde Leonardo Würmli bereits nach fünf Minuten ein erstes Mal eingesetzt, doch sein Schuss aus spitzem Winkel ging knapp am Tor vorbei. Für die Gastgeber war das aber ein deutlicher Warnschuss. Die Mannschaft von Trainer René Erlachner allerdings tat sich schwer, den Tritt in diese Partie zu finden. Der gewohnt gepflegte Spielaufbau gestaltete sich schwierig, da der unebene Platz dies nicht wirklich zuliess. So schlichen sich beim Heimteam ungewohnt viele Abspielfehler und technische Unzulänglichkeiten ein. Die Gäste nutzten diese Fehler der Schötzer immer wieder aus und lancierten gefährliche Gegenstösse. Die Akteure des Heimteams konnten sich bei ihrem Goalie Dominic Stadelmann bedanken, dass die Gäste nicht in Führung gehen konnten. Doch die Schötzer versuchten weiterhin immer wieder über die Aussenpositionen gefährlich vors gegnerische Tor zu kommen. Am besten klappte dies in der 39. Minute. Nachdem die Kickers-Abwehr eine Flanke von rechts noch aus der Gefahrenzone befreien konnte, stand Manuel Zobrist 25 Meter vor dem Tor bereit. Er kontrollierte den Ball und versenkte ihn sehenswert in der oberen Torecke; ein Traumtor zur Schötzer Führung!

Aziri sorgt für die Entscheidung

In zweiten Durchgang veränderte sich am Spielgeschehen wenig. Das Heimteam hatte weiterhin mehr Ballbesitz, aber deswegen nicht zwingend mehr  oder die besseren Torchancen. Das Spiel plätscherte vor sich hin und war geprägt von vielen Zweikämpfen im Mittelfeld. Die grösste Chance auf das zweite Tor hatte Labinot Aziri. Nachdem die Schötzer sich auf der rechten Seite durchkombiniert hatten, bediente Edi Nikmengjaj mit einer scharfen Hereingabe den Schötzer Toptorjäger. Dieser konnte den Ball jedoch nicht wunschgemäss verarbeiten und so blieb es beim 1:0. Gut zehn Minuten vor Schluss machte es Aziri dann besser. Nach einer Flanke von Manuel Zobrist nahm der Schötzer Stürmer den Ball an und verwandelte anschliessend eiskalt mit links zum 2:0. Es war der Schlusspunkt in einer nicht ganz so intensiven Partie.

Die Schötzer nehmen neben den drei Punkten die wichtige Gewissheit mit, wieder einmal ohne Gegentor geblieben zu sein. Allerdings hat die Partie auch negative Auswirkungen: Labinot Aziri, Agron Skeraj und Yanick Rapelli sahen am Samstag allesamt je eine Gelbe Karte mit Folgen. Das Trio ist beim Auswärtsspiel am nächsten Sonntag beim GC-Nachwuchs gesperrt.          yar

Schötz – Kickers Luzern 2:0 (1:0)

Wissenhusen. – 200 Zuschauer. – SR Skalonja. – Tore: 38. Zobrist 1:0. 79. Aziri 2:0. – Schötz: Stadelmann; Rapelli (67. Frey), Ferriccio, Stephan, Skeraj; Boussaha (90. Kälin), Zenger, Koch, Zobrist, Nikmengjaj (88. Jäger), Aziri. – Kickers Luzern: Beganovic; Beever (63. Kisungu), Kurmann, Fischer, Kistler; Teixeira (58. Jelmini), Brzovic,