Fussball, 1. Liga
FC Sursee – FC Schötz 5:0 (3:0)

Gleich mit 5:0 schickt der Gastgeber aus Sursee die Schötzer nach Hause. Nach einem verhaltenen Start in das Derby drehte das Team von André Grüter auf und überrollte die Schötzer regelrecht.

Ein Blick auf die Tabellensituation in der 1. Liga, Gruppe 2, zeigte, wer vor dem Duell zwischen Sursee und Schötz der Favorit war. Es zeigte sich aber auch wieder einmal, dass die Tabellensituation bei einem Derby meist nur eine untergeordnete Rolle spielt. Denn: Am Ende standen desolate Schötzer mit hängenden Köpfen da. Obwohl sie nach dem Black-Stars-Spiel, welches 0:6 verloren ging, ein solches Szenario nicht noch einmal erleben wollten, setzte es auch im Derby eine 0:5-Packung ab.

In den ersten 15 Minuten bekamen die Zuschauer auf der Schlottermilch einen Vorgeschmack darauf, wie die Surseer gegen die Schötzer bestehen wollten. Mit hohem Pressing versuchte der Gastgeber dem spielstarken FC Schötz den Wind aus den Segeln zu nehmen. Und dieser Plan ging auf. Nach 20 Minuten zahlte sich das hohe Pressing zum ersten Mal aus. Nachdem Nick Kälin als letzter Mann ein Stockfehler unterlaufen war, konnte Emanuel Pinto alleine auf das Schötzer Tor laufen und erwischte Aron Hönger mit seinem Flachschuss zwischen den Beinen. Aus Sicht der Schötzer war es ein gleichermassen ärgerliches wie vermeidbares Gegentor. Für die Surseer änderte sich nach diesem Tor aber offenbar nichts und das Team von André Grüter schloss nahtlos an seinen Auftritt an. Jordan Otomo setzte sich in der 34. Minute mit einer einfachen Körpertäuschung im Schötzer Strafraum durch und erwischte Hönger wiederum zwischen den Beinen. Nach diesem Tor schien die Moral bei den Schötzern bereits gebrochen. Die Körpersprache liess zu wünschen übrig, die Köpfe hingen bereits. Aus dem Spiel heraus wollte dem Team von René Erlachner nichts gelingen, es konnten keine Chancen kreiert und kaum Bälle gehalten werden. Keine vier Minuten nach dem 2:0 fiel bereits das vorentscheidende 3:0 durch Sursees Topskorer Elvis Bratanovic. Er traf nach einem Abpraller von Hönger.

Sursee in allen Belangen besser
Zur Pause versuchte Schötz-Trainer René Erlachner mit einem Doppelwechsel für neuen Schwung zu Sorgen. Luca Frey und Edi Nikmengjaj kamen in die Partie. Doch auch das änderte nichts daran, dass Elvis Bratanovic nur sechs Minuten nach Wiederanpfiff mit einem satten Rechtsschuss aus spitzem Winkel das 4:0 erzielte. Nach diesem Tor flachte die Partie etwas ab. Die Schötzer versuchten sich immer wieder durch zu kombinieren, blieben jedoch meist an der Surseer Abwehr um Captain Samuel Huber hängen. Die Gastgeber passten ihr Spiel nun der klaren Führung an und waren vermehrt auf Konter aus. Diese hätten zu einem noch höheren Resultat führen können, doch wurden nicht alle Angriffe konsequent ausgespielt. Erst in der 86. Minute konnte Jordon Otomo einen Konter erfolgreich zum Schlussresultat von 5:0 abschliessen. Die Surseer haben sich diesen klaren Derby-Sieg verdient und waren in allen Bereichen die überlegene Mannschaft. Für die Schötzer geht es jetzt im letzten Spiel des Jahres am kommenden Samstag (16 Uhr, Wissenhusen) um Wiedergutmachung. Gegen Bassecourt muss eine Reaktion erfolgen. yar

Sursee – Schötz 5:0 (3:0) Schlottermilch. – 600 Zuschauer. – SR Tasdemir. – Tore: 22. Pinto 1:0. 34. Otomo 2:0. 38. Bratanovic 3:0. 51. Bratanovic 4:0. 86. Otomo 5:0. – Sursee: Peterhans; Ehrler, Huber, Bieri, Bolliger, Feuchter, Lukic, Trost (74. Mendes), Otomo (87. Hasanramaj), Pinto (76. Steinmann), Bratanovic. – Schötz: Hönger; Gänsler, Ferricchio, Kälin (46. Frey), Skeraj; Boussaha, Rapelli, Koch, Zobrist (46. Nikmengjaj), Pekas; Aziri.